Dez 11, 2013 - Allgemein    No Comments

Von den Katakomben hinauf in den Höllenschlund und zurück, in nur 45 Minuten. – Konzertbericht

Der Weltuntergang war angesagt.

… was nicht weiter tragisch war, denn er trat nicht ein.

 

Beinahe ein halbes Jahr lang war unser favorisiertes Konzert im Rotlichtviertel der Hansestadt angekündigt gewesen. Doch an just demselben Tag sollte ein gewaltiger Wirbelsturm auf uns herniedergehen, der uns, ob seiner Ausmaße, das Fürchten lehren sollte.

Hat er das getan? Eher nicht, nein. Warum hat er dies nicht geschafft? War er zu schwach, oder wir zu stark?

Nun, er kam nicht.

Ersatzweise für dessen Abwesenheit sind wir gekommen. Angekommen. Und zwar sowohl in verhältnismäßig guter Stimmung als auch unbehelligt von Eis und Schnee, auf dem sagenumwobenen Hamburger Kiez.

Kurz den passenden Parkplatz gesucht und schwungvoll in bewährter Wikingermanier (also mit eingeschalteten Front- und Rückfahrkameras, Sicherheit geht schließlich vor) eingeparkt, konnten wir uns schon auf den nasskalten Weg zur Konzerthalle machen.

Kurz bereute ich, dass ich meinen Kleidungsstil bereits den örtlichen Gepflogenheiten angepasst hatte (in diesem Fall nur die Tarnhose; doch ´ne alte Jeans hätte es auch getan. Ich mag es eigentlich nicht so gern, in solch martialischem Maße aufzutreten, doch nun war´s nicht mehr zu ändern).

Nachdem wir uns einen Überblick über die Lage verschafft hatten, kehrten wir in ein nahegelegenes Gasthaus ein, um standesgemäß zu speisen und uns auf den kräftezehrenden Abend vorzubereiten: Falafel, Döner, Pizza. Mal ganz was anderes halt.

Wir waren zwar an sich nicht zu spät eingetroffen, jedoch legten wir eine gewisse Zügigkeit an den Tag, denn die erste Band stand bereits auf den Brettern, die in unserem angepeilten Rockschuppen die Welt bedeutete.

Und so wagten wir uns hinein in den Höllenschlund des heutigen Abends.

Dort war es dunkel, stickig, schmutzig, verraucht (kein Zigarettenqualm, sondern Special-Effects-Rauch), klebrig, vertäfelt, vom Interieur her sehr traditionell und altmodisch gehalten. Mit einem Wort: ich fühlte mich zwar nicht heimisch, jedoch ausgesprochen wohl.

Ich trug als einziger noch meine dicke Winterjacke, die es nun abzugeben galt. Technisch scheinbar kein Problem, sofern man Zeit mitgebracht hatte.

Wie gesagt war ein gigantischer Sturm angekündigt worden, zudem hatten wir Anfang Dezember. Eine Jahreszeit in der man durchaus dazu tendiert mit Jacke oder Mantel die eigene Bruchbude zu verlassen.

Verständlich, dass der Veranstalter nun nicht darauf vorbereitet sein konnte, dass viel Platz (am besten noch an verschiedenen Standorten) für besagte Winterbekleidung wünschenswert und dem Komfort von uns Gästen ausgesprochen dienlich wäre.

Es gab eine einzige Garderobe, und die Schlange vor derselbigen wand sich bis zur Bühne hin. Also brachte man entweder Geduld und Stehvermögen mit, oder man schleppte den Mist vorübergehend mit sich rum.

Sei´s drum, dies war dann auch wirklich der einzige Grund zum Unmut an diesem Abend. Wir machten das besten daraus und… holten uns ein Bier, ist doch klar.

Während bereits die zweite Band die Bühne und alles um uns herum zum Erschüttern und Vibrieren brachte, stießen wir an: auf möglichst wenig Verletzte, keine Toten, den Weltfrieden, das übliche Zeug halt.

Nach dem ersten Glas stürzten sich meine Mitstreiter zum Aufwärmen in die Menge, ich hingegen wandte mich der Schlange zu.

Nach einer guten Viertelstunde Anstehen und knapp drei Metern Distanzgewinn waren die meisten Leute vor mir plötzlich weg. Ich fragte nach und erhielt die Info, dass diese Lagerstätte für Jacken ausgebucht wäre.

Sehr schön.

Und so machten wir Verbliebenen uns auf die Suche nach einer Alternative. Wir fanden sie nach gemeinsamem Durchfragen im Obergeschoss (dort wurde tatsächlich extra für uns paar hundert Verbliebene geöffnet). Hier dann nochmal zehn Minuten anstehen und schon konnte es losgehen.

Das heißt, sobald ich die sanitären Einrichtungen gesucht, gefunden und benutzt hatte, denn das Bier war bereits durchgelaufen.

Ein Schild direkt neben der Bühne versprach Erleichterung. Ich traute mich hinab in die Katakomben und machte mich auf das Schlimmste gefasst (nicht zuletzt aus dem Grund weil ich einen meiner besseren Pullis trug und zudem keine Handschuhe zum Schutz vor Keimen dabeihatte).

Erfreulicherweise wurde ich so enttäuscht wie es nur ging: das Badezimmer war offenkundig in letzter Zeit renoviert worden und sah aus als hätte es zuvor im Hilton gestanden.

Wie dem auch sei, ich machte mir keine Gedanken mehr nach dem Herkunftsort, stattdessen meinen Hosenstall auf und entließ das Raubtier aus seinem, inzwischen schon etwas angefeuchteten, Zwinger.

Anschließend labte ich meine Hände an und in herrlich duftender Seife (sie war rosa, aber damit kann ich leben; immerhin wusch ich sie auch wieder ab, also alles gut) und merkte mir dieses Detail für später, denn der Boden über meinem Kopf (also halt der, der Tanzfläche) war unendlich klebrig, und beim späteren Tanz-Akt würde es quasi unmöglich werden nicht hinzufallen.

Doch ich schüttelte diesen lauernden Gedanken ab und verdrängte ihn nach Kräften; denn ich wusste ja nun wo ich Reinigung finden würde.

Die dritte Band kam offensichtlich auf die Bühne, denn sie spielten ihr Intro ein, was ich durchaus schonmal gehört hatte und deshalb in groben Zügen wiedererkannte. Ich weiß nicht ob die Lautstärke oben noch etwas angehoben wurde, jedenfalls war der Lärm hier unten nicht nur zu hören, sondern mehr noch zu spüren.

Voller Vorfreude machte ich mich an den Aufstieg, und merkte mit beinahe schmerzhafter Intensität wie herrlich kühl es unten gewesen war.

Oben hatte sich dem Odem des Höllenschlundes weiter verschlechtert. Es sta-, äh, roch nach Mensch, nach Schweiß, nach Hochprozentigem (was noch das Angenehmste von allem war), und es war laut wie bei einem Orkan. Nun, wenn die Natur keinen stellen konnte, dann machten wir uns halt selber einen.

Die Leute auf der Tanzfläche feierten sich nach wie vor warm (was unabhängig von der Temperatur geschah), und ich hatte meine liebe, unangenehme Müh´ mich bis zur Theke durchzudrängeln. Das ist ungefähr ebenso nervig für alle Beteiligten, wie wenn man im Kino einen Platz sucht, während der Film bereits läuft.

… lässt sich manchmal aber nicht vermeiden, ok?!?

Ich stellte mich jedenfalls wieder an der nächsten Theke an, um in Ruhe, während der dritten Gruppe, noch etwas Koffein zu tanken.

„Ich hätte gerne einen Jack Daniel´s mit Cola, bittedanke.“

„Hä?“

„Jacky-Cola!“

*nick* *misch*

Ja, ist halt laut dortdrin 😛

 

Diese Band kenne ich zur Abwechslung mal. Die Titel gefallen mir ganz gut, auch wenn sie für mich als Laien dann doch recht ähnlich klingen. Aber alle klingen ähnlich gut, also ist alles ok.

Ich nippe genüsslich an meinem kühlen Getränk als mir bewusst wird, dass diese Herren auch schon wieder eine gute halbe Stunde im Gange sind (bei anberaumten fünfundvierzig Minuten), und im Anschluss an deren Auftritt ungefähr die ganze Tanzflächen-Besatzung nach unten strömen wird, um sich für´s Finale zu erleichtern.

… und mir wird es in Bälde ja nicht anders gehen!

Also nippe und genieße ich etwas schneller und merke den Alkohol bereits.

Ich bewege mich schon wieder Richtung Kellertreppe (da merkt ihr mal wie lange sowas dauern kann), in dem sicheren Wissen dass ich in knapp zehn Minuten dreimal so lange würde anstehen müssen als jetzt. Also los, runter, leermachen, hoch, in die zweite Reihe stellen (in die erste gehe ich ganz sicher nicht, denn ich mag meine Rippen ganz gerne und möchte ihnen ungern zumuten von der von hinten drückenden und quetschenden Menge von Wahnsinnigen in Mitleidenschaft gezogen zu werden; denn darauf läuft es im Regelfall immer hinaus) und auf das krönende Finale warten.

Die letzte, langerwartete Band baut auf, begleitet von an- und abschwellenden Sprechgesängen. Mit berechtigter Beunruhigung sehe ich, dass bereits jetzt die ersten Walls-of-Death gebildet werden (zum Glück lösen sich die im Spaß gebildeten Kreise jedoch stressfrei wieder auf). Wir haben noch nichtmal Musik, alter! Ich bin bei sowas ja gern dabei, nicht selten auch an vorderster Front, aber dafür ist meiner Meinung nach schon mehr als nur ein Vorwand angebracht; ein Grund wäre schon schön. Und eben dieser ist just im Anmarsch…

Marcus, der Frontmann, bringt sich, neben seinen Bandkollegen, in Position und überbringt die erste schlechte Nachricht des Tages: Er leidet an einer Bronchitis und muss heute etwas kürzer treten. Und stellt in Aussicht dass wir ihn gern beim Gesang unterstützen dürfen.

Ich bin entrüstet: Als ob wir dies nicht immer täten *püh* 😛 😉

Das Intro wird eingespielt und die Luft beginnt zu kochen.

Zu meinem Leidwesen haben sich die ersten Herren bereits obenrum freigemacht. Das ist meiner Meinung nach wie beim Basketball: ja, kann Mann machen, muss Mann aber nicht unbedingt.

 

Verzerrte Gitarren, brüllender „Gesang“ und soviel Double-Bass wie Du tragen kannst setzen ein, ich werde von der hinter mir feiernden Menge erwartungsgemäß mit brutaler, unnachgiebiger Gewalt nach vorn und der Ersten Reihe auf den Rücken gedrückt. Mir bleibt die Luft weg, aber mit der Zeit gewöhnt man sich an diesen Zustand zu diesem Zeitpunkt. Ich riskiere einen Schulterblick und starre in einen Hexenkessel aus ineinander verschlungenen Leibern, männlich wie weiblich, die sich nach Kräften herumschubsen, springen und aufeinander eindreschen.

‚Gut dass ich hier vorne bin‘, gute fünfzehn Zentimeter entfernt vom Mob.

Diesen Gedanken schaffe ich noch, bevor ich, zusammen mit zehn Kollegen, zur Seite gerissen werde und am Boden lande.

Für Ekel ob dieser Annäherung an schwitzende Leiber (männlich wie weiblich) und den klebrigen Boden bleibt mir keine Zeit, der Überlebensinstinkt ist derzeit stärker. Ich werde an allen möglichen Körperteilen gepackt und zurück zur Oberfläche katapultiert.

… wo der ganze Schlamassel wieder von vorn losgeht. Rund um mich herum wird unablässig gedrängelt, gebrüllt, geschubst, gezerrt und (vereinzelt) gesprungen.

Ich bin nicht ganz sicher was derzeit überwiegt: das Spaß-Haben, oder der nackte Wille zu überleben. Nach Möglichkeit auch gern mit allen meinen mitgebrachten Gliedern, beziehungsweise Gliedmaßen.

Neben mir fällt ein junges Mädel dem Mob zum Opfer. Ich greife sie schnell an der Hüfte und hieve sie, zusammen mit ein paar anderen, wieder nach oben.

Dies ist absoluter Standard, bei aller (rücksichtslosen) Partystimmung: sobald jemand nicht mehr steht, wird er/ sie nach oben zurückgehebt. Verletzte will ja niemand.

Nichtsdestotrotz schaut sie ziemlich bedröppelt drein: ihre Brille ist in Harry-Potter-Manier mittig durchgebrochen. Mein Mitleid hält sich in Grenzen: selber Schuld, sowas passiert früher oder später bei den meisten.

Der Song ist zuende. Um mich rum rappeln sich die letzten auf.

Marcus erzählt wie toll ihm das Mitmachen des Publikums gefällt und ob wir bereit für den nächsten Titel wären.

Der aufbrandende Geräuschpegel überzeugt ihn.

Der nächste hat wieder ein kleines Intro, nach welchem es abermals richtig zur Sache geht.

Das weiß auch jeder um mich rum. Ich bin mittlerweile nicht mehr ganz an der Front, sondern viel weiter ‚drin‘ als ich eigentlich wollte.

Plötzlich entsteht direkt vor meiner Nase ein offener Kreis, gute fünf Meter Durchmesser, mit absolut nichts darin außer greifbarer, auf ihren Einsatz wartender Mordlust.

Das Intro geht los und ich registriere, dass ich die in Hochstimmung um mich herum geifernde Menge auf die gleiche Art und Weise mit ausgestreckten Armen „zurückhalte“, wie es Obelix in den Zeichentrickfilmen auch tut, wenn er seine ganze Horde Gallier (gestärkt mit Zaubertrank nach des Druiden´s Rezept) noch ein paar Sekündchen lang davon abhält, wie die Berserker auf die armen Römer loszupreschen.

Ob dieses kurzen Kopfkinos muss ich laut loslachen, das Gelächter eines Wahnsinnigen. Aber hey: fühlt sich gut an 😛

Der Sänger legt wie gewohnt mit unartikuliertem Brüllen los, ebenso alle meine Nachbarn. Es gibt kein Halten mehr, alles drängt nach Vorn; ungünstigerweise, und entgegen aller meiner Pläne, stelle ich eine von vielen Speerspitzen dar.

Gerade rechtzeitig kommt mir in den Sinn die Arme hochzureißen, um ernsthaften Verletzungen vorzubeugen. Ich schütze mein Gesicht mit den Unterarmen, bekomme aber trotzdem einen gewaltigen linken Haken auf´s rechte Auge und Jochbein gedrückt. Schnell blinzle ich die umherschwirrenden Sterne und rosa Elefanten weg und taste fix nach der vermeitlichen Läsion: kein Blut, sehen kann ich auch noch. Könnte schlimmer sein. Die Freude hält nicht lange an: ich werde wieder zu Boden gerissen und reihe mich mit schmerzverzerrtem Gesicht in einen neuen Menschenhaufen ein. Im gleichen Moment werde ich auch schon wieder hochgerissen und auf die Füße gestellt. Meine Rippen kreischen mit dem Frontmann um die Wette, aber es fühlt sich nichts gebrochen an.

Die Dame mit der kaputten Brille versucht vergeblich sich einen Weg hinaus aus dem Moshpit zu tasten. Ein Kerl neben mir begreift das ebenfalls, gibt mir mit Gesten zu verstehen dass wir für sie den Luftweg einschlagen. Wir heben sie über unsere Köpfe und reichen sie nach vorn weiter. Es liegt in ihrer Natur, dass die Damenwelt es bei dieser Technik leichter hat: Mädels werden einfach lieber angefasst (höhö). Und tragen mitunter seltener Springerstiefel, die dem Vordermann gegen den Kopf schlagen und und eben dieser die Person aus purem Gnatz nicht weiterreicht.

Eigentlich möchte ich lieber pogen / springen, um meiner (durchaus auch vorhandenen) Euphorie Ausdruck zu verleihen. Doch meine Nachbarn stoßen mich immer wieder von den Füßen. Ich bin nicht sauer, das gehört dazu.

Wobei es schon nervig ist. Und sonst auch nicht immer so grob abläuft. Langsam nervt´s doch ein bisschen.

Zur Krönung bekomme ich drei weitere Schläge ab. Einen seitlich am Kopf, einen im Gesicht. Den letzten gegen den Solar Plexus, und das reicht dann auch.

Ich fühle mich dank der Mischung aus Temperatur, Alkohol und körperlicher Mitleidenschaft überhaupt nicht mehr wohl und suche mir einen Weg hinaus aus dem Getümmel, postiere mich am seitlichen Gürtel des Tumults und versuche das Konzert von hier aus weiter zu genießen. Ich tue es den tanzenden Fans um mich heraum gleich und lasse meine Mähne kreisen (an dieser Stelle aufrichtigen Dank und herzlich Grüße an meine Frisörin Kathlen, die immer genau weiß wie ich´s am liebsten habe [„oben mit der Hand, unten mit der Maschine, 13mm, wie immer?“].

Enttäuscht bin ich schon ein klein wenig. Ich hab diese Gruppe schon oft gesehen, und solch ein rücksichtsloses moshen / tanzen hab ich selten erlebt. Ich vermisse den, normalerweise an jede Wall-of-Death angeschlossenen, Circle-Pit (Anmerkung des Autors: im-Kreis-Laufen). Dabei geht es auch weitaus weniger rabiat zu und macht dementsprechend mehr Spaß.

Der Sänger grunzt etwas mir Unverständliches in den Raum hinein, abseits vom regulären Text. Ich verstehe kein Wort (und vermutlich auch niemand anderes), doch er macht dazu eine unmissverständliche, kreiselnde Handbewegung.

Ich rolle mit den Augen: das hätte er auch mal vorschlagen können. Meckern will ich zwar nicht (wie will man auch bei so einem Auftritt groß was planen), aber jammern, das darf ich schon 😛

Wieder spielt sich das Gerangel direkt vor meiner Nase ab, und wieder halte ich respektvoll Abstand.

… wenn da nicht irgendein Trottel wäre, der auch hinter mir herumschubst und dank dem ich (absichtlich oder nicht) hineingerate, in diesen wütenden Strudel.

Und in so einem Moment muss man sich fix entscheiden: läufst Du gegen diese sich windende Wand gegen, und machst Deine schmerzhafteste Erfahrung des Tages, oder nimmst Du Deine hässlichen Kackstelzen in die schmutzigen, verschwitzten, klebrigen Hände und reihst Dich in diesen tosenden Zug mit ein, koste es was es wollte; doch im Optimalfall schonmal keine Körperteile.

Das Problem ist, dass es jedes Mal ein paar Trottel gibt, die einfach zu unfähig sind um einen Fuß vor den nächsten zu setzen, und so diese Zentrifuge eher früher als später aus dem Gleichgewicht bringen.

Das ist wie auf der Autobahn sobald schlechtes Wetter einsetzt: irgendeiner ist von jetzt auf gleich immer zu blöde sein Vehikel auf gerader Straße nicht quer / in den Graben zu setzen.

Und das gleiche Prinzip findet auch in unserem Fall Anwendung: alle paar Meter fällt man beinahe automatisch über die Trottel vor Dir, die es einfach nicht draufhaben.

Nachdem ich dann weitere drei Male am Boden lag, hab ich mich noch ein Stückchen weiter verdünnisiert.

Der Großteil des Konzerts war sowieso vorbei, und außer mir hatten ja noch ein, zwei andere Besucher ihre Klamotten abgegeben und würden diese in naher Zukunft auch wieder zurückhaben wollen.

Also machte ich mich jetzt schon auf den Weg und ersparte mir das nervige und zeitraubende Anstehen hinterher.

Als ich wieder winterfest war, genehmigte ich mir auf den heutigen Abend noch einen leckeren Cuba Libre, den hatte ich mir wahrhaftig verdient.

 

Und die Moral von der Geschicht´:

drängle Dich weder in die Erste Reihe, noch in den Circle-Pit vor.

Denn das bekommt Deinen Rippen nicht,

und auch nicht Deinem Ohr.

 

Ich danke für Eure Aufmerksamkeit 🙂

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